Medienmitteilung zum Umzug
Für vergangenen Freitag haben wir zu einer Demonstration aufgerufen, um unseren Forderungen nach einer kritischen Bildung frei von privatwirtschaftlicher Einflussnahme Nachdruck zu verleihen. Dem Aufruf folgten gegen 800 Personen, die in einem kraftvollen Umzug vor das Rathaus und die Finanz- und Bildungsdirektion marschierten, um dort gegen den Bildungsabbau und die Elitarisierung der Hochschulen zu protestieren. Die Aktion war ein durchschlagender Erfolg. Auch die beinahe zweiwöchige Besetzung des grössten Hörsaals der Uni Zürich betrachten wir als einen überwältigenden Erfolg. Die Beteiligung unzähliger Studierender, die regen Debatten und die grosse öffentliche Wirkung haben gezeigt, wie dringend nötig eine grundsätzliche Auseinandersetzung mit bildungspolitischen Problemen war. Die Aktion hat – nicht nur innerhalb der Uni – den Anstoss gegeben für eine breite Diskussion über die Vermarktung des Wissens und die gesellschaftliche Notwendigkeit einer kritischen Bildung. Es ist wichtig, dass diese Diskussion weiter geht und an Tiefe gewinnen kann. Bildung ist viel zu wichtig, als dass wir sie zur Ware verkümmern lassen dürfen. Bildung darf unter keinen Umständen zu einem knappen Gut in den Händen weniger verkommen, sie ist ein öffentliches Anliegen. Dafür setzen wir uns ein, und dafür werden wir uns weiter mit aller Kraft einsetzen! An unserer neuen Adresse, dem HIM-Pavillon, geht unser Engagement weiter. Wir freuen uns, dass uns die Unileitung mit ihrer Vermittlung dieses Raumes dabei unterstützt. Wir werden weiter mit der Unileitung sowie dem Kantons- und Regierungsrat verhandeln, um den Dialog auch auf der inhaltlichen Ebene aufrechtzuerhalten. So gelingt es uns hoffentlich, das geplante Sparpaket und die Erhöhung der Studiengebühren abzuwenden. Wir freuen uns, dass Rektor Andreas Fischer und Regierungsrätin Regine Aeppli uns dabei ihre Unterstützung zugesichert haben. Doch auch jenseits der Zusammenarbeit mit politischen EntscheidungsträgerInnen werden wir unsere Kämpfe fortsetzen und uns für eine bewegte und tiefgreifende Debatte einsetzen. Es gilt auch, kritische und emanzipatorische Bildung im Austausch mit Studierenden sowie auch den Menschen ausserhalb des universitären Betriebs zu erproben und in die Tat umzusetzen. In diesem Sinne sind auch weiterhin alle eingeladen, sich an unseren Debatten und Aktionen zu beteiligen. Wir solidarisieren uns mit den unipolitischen Bewegungen, die immer noch unermüdlich in der ganzen Welt Universitäten besetzen und so den Druck gegen die verheerende Privatisierung der Hochschulen aufrecht erhalten.
Auf unserer Homepage finden alle Interessierten Näheres über unsere Bewegung und unsere politischen Inhalte.
Universität Zürich, Gebäude HIM unterhalb Polyterrasse
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