Medienmitteilung vom 05. November 2010

Eingereicht on 05. Nov 2010 - 15:04 Uhr



Unsereuni solidarisiert sich mit den BesetzerInnen des Hotel Atlantis!

Liebe Medienschaffende,

Unsereuni solidarisiert sich mit den BesetzerInnen des Hotel Atlantis!

In der Stadt Zürich werden systematisch politisch-kulturelle Freiräume, die nicht der Verwertungslogik des Kapitals folgen, verdrängt. Beispiele hierfür sind die diesjährigen Räumungen der Autonomen Schule Zürich (ASZ), der Kalki, oder des Uni-Pavillons. Die grassierende Aufwertung der einzelnen Quartiere in der Stadt fällt auch unter diese Verdrängungspolitik. Alles was „stört“ und keinen Gewinn abwirft wird aus der Stadt entfernt.

Die Besetzung des leerstehenden Hotel Atlantis am 22. Oktober setzt nun ein Zeichen gegen dies. Es soll ein offener und selbstbestimmter Raum geschaffen werden, in dem sich Kultur und Lebensraum frei entwickeln und entfalten kann. Das propagierte Vorhaben des Grossmieters des Hotel Atlantis, Werner Hoffmann, für einige Zeit Studierende dort wohnen zu lassen, ist ein fieser Versuch sich als „Wohltäter“ zu inszenieren. Mit dem Vorwand eines sozialen Wohnprojektes für Studierende wird versucht die Besetzung des Hotel Atlantis zu verhindern. Die tatsächliche Absicht von Hoffmann ist nämlich, dass beim späteren Umbau des Atlantis zu teuren Eigentumswohnungen, seine Firma die Sanitäreinrichtungen mit einem Millionenertrag bauen kann. Unsereuni setzt sich vehement für selbstbestimmte Räume ein und unterstützt die BesetzerInnen. Es kann nicht angehen, dass nun versucht wird Studierende gegen BesetzerInnen auszuspielen.

Wir sagen: studentischer Wohnraum JA, aber nicht als taktisches Mittel um alternative Kultur- und Lebensräume zu verhindern oder zerstören. Gemeinsam erst schaffen wir einen selbstbestimmten Raum für kritische Bildung und Kultur, ohne die „Hilfe“ Hoffmanns.

unsereuni

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