Wer hat Hunger? UZH serviert Spaghetti Bologna
Demoaufruf: "Education is not for sale!"
Demoaufruf: "Education is not for sale!"
25. November 2009
Demoaufruf: "Education is not for sale!" Freitag, 27. November//17h
Haupteingang Uni Züri
UnserUni ruft Alle zu der Demonstration vom Freitag, 27. November auf. Wir
zeigen der Bildungs- und Finanzdirektion Zürich, dass wir mit ihrem
Sparpaket nicht einverstanden sind. Wir lassen uns diese Bildungspolitik
nicht gefallen!
Unser Protest gegen den Ausverkauf der Bildung ist alles andere als aus der
Luft gegriffen, wie sich im TagesAnzeiger von heute, 25. November,
bestätigt:
"Wie Recherchen des TagesAnzeigers ergaben, haben sich SVP, FDP, CVP und
Grünliberale darauf geeinigt, die Studiengebühren an der Universität und
an den Fachhochschulen zu verdoppeln."
Die Debatte über Bologna, über die gesellschaftliche Rolle der Bildung,
über die Privatisierung der Hochschulen ist längst überfällig. Wir
zeigen: Wenn ihr bei uns kürzt, zieht ihr den Kürzeren!
Lehrlinge, FachhochschülerInnen, StudentInnen, PrimarschülerInnen,
KindergärtnerInnen, DozentInnen und LehrerInnen, und auch du – kommt
Alle!
Wir treffen uns um 17h beim Haupteingang der Universität Zürich.
Offener Brief an Rektor Fischer
Lieber Herr Rektor Fischer, liebe Angehörige der Universität Zürich, liebe Interessierte.
Seit dem weltweiten Aktionstag am Dienstag, den 17.11.2009 halten wir den Hörsaal KOH-B-10 im Hauptgebäude der Uni besetzt. Mit dieser Aktion wollen wir die längst überfällige Diskussion um die gesellschaftliche Rolle der Bildung, die Privatisierung der Universitäten und die immer schärfere soziale Selektion beim Zugang zur Hochschulbildung in Gang bringen. In Kürze werden wir ein umfangreiches Positionspapier veröffentlichen, um unseren Forderungen Nachdruck zu verleihen.
Gestern Montag hat Rektor Fischer an unserem Plenum mit ca. 400 Personen teilgenommen. Wir führten unsere am Freitag begonnene Diskussion fort. Insbesondere drückten wir unseren Unmut über den geplanten Bildungsabbau, die schikanösen Studienbedingungen und die schleichende Privatisierung der Universitäten aus. Wir baten Herrn Fischer, sich für diese studentischen Anliegen einzusetzen. Herr Fischer indessen entgegnete auf praktisch alle Kritikpunkte und Argumente lediglich, er könne bei den angesprochenen Problemen nichts unternehmen, da sie nicht in seine Zuständigkeit fielen. Gewiss ist Herr Fischer nicht in der Position, die Dinge einfach so zum Besseren zu wenden. Wir meinen aber, sein Posten verleihe seinem Wort in bildungspolitischen Debatten ein sehr grosses Gewicht. Wenn er sich beispielsweise prominent gegen den geplanten Bildungsabbau äussern würde, bliebe eine Wirkung bestimmt nicht aus. Wenn er also jede Verantwortung von sich weist, signalisiert er damit deutlich, dass er gar nicht bereit ist, uns bei unseren Anliegen in irgend einer Form zu unterstützen. Damit verpasst er die Chance, sich für eine Bewegung einzusetzen, die sich dafür engagiert, dem gesellschaftlichen Auftrag an die Bildung Rechnung zu tragen und die Hochschulbildung vor dem Zugriff von ökonomischen Partikularinteressen zu schützen. Selbstverständlich hat Herr Fischer noch immer die Möglichkeit, diese Chance und damit seine bildungspolitische Verantwortung wahrzunehmen. Wir schlagen daher vor, dass Herr Fischer gemeinsam mit uns einen offenen Brief an den Kantonsrat unterzeichnet, in dem wir uns gegen das geplante Sparpaket einsetzen. Zusätzlich wäre es möglich, dass Herr Fischer uns bei einem Gespräch mit den Umsetzungsverantwortlichen für die Bolognareform in allen Fakultäten unterstützt. Bei denjenigen Fragen, die klar nicht in der Kompetenz des Rektors sind, könnte er dank seiner einflussreichen Position bestimmt Gespräche mit den verantwortlichen Personen vermitteln, beispielsweise mit der Bildungsdirektorin Regine Aeppli oder mit der Vorsteherin der kantonalen Finanzdirektion, Ursula Gut.
Auf jeden Fall aber ist der Sache in keiner Weise gedient, wenn wir auf das rein logistische Angebot des Rektors eingehen und den kleinen, barackenähnlichen Raum abseits allen politischen Geschehens beziehen. Unser Problem ist nicht in erster Linie, dass wir nicht genügend Raum haben, um über unsere Anliegen zu diskutieren. Unser Problem ist, dass wir die unabhängige und kritische Lehre und Forschung in Gefahr sehen und eine immer weiter sich verschärfende Elitarisierung der Hochschulen befürchten. Diese Probleme müssen dringend auf breiter akademischer und gesellschaftlicher Basis diskutiert werden. In dem kleinen Räumlein, das Herr Fischer uns anbietet, können wir dazu nichts beitragen.
Selbstverständlich sind wir in einer längerfristigen Perspektive durchaus an einem Raum interessiert, der durchgängig für studentische Initiativen zur Verfügung steht. Ein solcher Raum müsste aber für Plenumsdiskussionen geeignet sein und daher mehr Platz bieten als der vorgeschlagene Raum. Wir geben zu bedenken, dass an unseren Plena bisweilen mehrere hundert Personen teilnehmen. Wenn nun aber diese Kampagne allein auf der logistischen Ebene verhandelt wird, droht ihr politischer Gehalt marginalisiert zu werden. Daher muss zuerst eine politische und inhaltliche Zusammenarbeit im obigen Sinne diskutiert werden, bevor wir auf Raumangebote eingehen können. Wir freuen uns auf eine fruchtbare Weiterführung der Diskussionen.
Freundliche Grüsse
Unsereuni
Medienmitteilung vom Dienstag, 24. November 2009
Liebe Medienschaffende Anbei der offene Brief von heute Abend. Freundliche Grüsse, unsereuni
Offener Brief an Rektor Fischer
Lieber Herr Rektor Fischer, liebe Angehörige der Universität Zürich, liebe Interessierte.
Seit dem weltweiten Aktionstag am Dienstag, den 17.11.2009 halten wir den Hörsaal KOH-B-10 im
Hauptgebäude der Uni besetzt. Mit dieser Aktion wollen wir die längst überfällige Diskussion um
die gesellschaftliche Rolle der Bildung, die Privatisierung der Universitäten und die immer schärfe-
re soziale Selektion beim Zugang zur Hochschulbildung in Gang bringen. In Kürze werden wir ein
umfangreiches Positionspapier veröffentlichen, um unseren Forderungen Nachdruck zu verleihen.
Gestern Montag hat Rektor Fischer an unserem Plenum mit ca. 400 Personen teilgenommen. Wir
führten unsere am Freitag begonnene Diskussion fort. Insbesondere drückten wir unseren Unmut
über den geplanten Bildungsabbau, die schikanösen Studienbedingungen und die schleichende Pri-
vatisierung der Universitäten aus. Wir baten Herrn Fischer, sich für diese studentischen Anliegen
einzusetzen. Herr Fischer indessen entgegnete auf praktisch alle Kritikpunkte und Argumente ledig-
lich, er könne bei den angesprochenen Problemen nichts unternehmen, da sie nicht in seine Zustän-
digkeit fielen. Gewiss ist Herr Fischer nicht in der Position, die Dinge einfach so zum Besseren zu
wenden. Wir meinen aber, sein Posten verleihe seinem Wort in bildungspolitischen Debatten ein
sehr grosses Gewicht. Wenn er sich beispielsweise prominent gegen den geplanten Bildungsabbau
äussern würde, bliebe eine Wirkung bestimmt nicht aus. Wenn er also jede Verantwortung von sich
weist, signalisiert er damit deutlich, dass er gar nicht bereit ist, uns bei unseren Anliegen in irgend-
einer Form zu unterstützen. Damit verpasst er die Chance, sich für eine Bewegung einzusetzen, die
sich dafür engagiert, dem gesellschaftlichen Auftrag an die Bildung Rechnung zu tragen und die
Hochschulbildung vor dem Zugriff von ökonomischen Partikularinteressen zu schützen. Selbstver-
ständlich hat Herr Fischer noch immer die Möglichkeit, diese Chance und damit seine bildungspoli-
tische Verantwortung wahrzunehmen. Wir schlagen daher vor, dass Herr Fischer gemeinsam mit
uns einen offenen Brief an den Kantonsrat unterzeichnet, in dem wir uns gegen das geplante Spar-
paket einsetzen. Zusätzlich wäre es möglich, dass Herr Fischer uns bei einem Gespräch mit den
Umsetzungsverantwortlichen für die Bolognareform in allen Fakultäten unterstützt. Bei denjenigen
Fragen, die klar nicht in der Kompetenz des Rektors sind, könnte er dank seiner einflussreichen Po-
sition bestimmt Gespräche mit den verantwortlichen Personen vermitteln, beispielsweise mit der
Bildungsdirektorin Regine Aeppli oder mit der Vorsteherin der kantonalen Finanzdirektion, Ursula
Gut.
Auf jeden Fall aber ist der Sache in keiner Weise gedient, wenn wir auf das rein logistische Angebot
des Rektors eingehen und den kleinen, barackenähnlichen Raum abseits allen politischen Gesche-
hens beziehen. Unser Problem ist nicht in erster Linie, dass wir nicht genügend Raum haben, um
über unsere Anliegen zu diskutieren. Unser Problem ist, dass wir die unabhängige und kritische
Lehre und Forschung in Gefahr sehen und eine immer weiter sich verschärfende Elitarisierung der
Hochschulen befürchten. Diese Probleme müssen dringend auf breiter akademischer und gesell-
schaftlicher Basis diskutiert werden. In dem kleinen Räumlein, das Herr Fischer uns anbietet, kön-
nen wir dazu nichts beitragen.
Selbstverständlich sind wir in einer längerfristigen Perspektive durchaus an einem Raum interes-
siert, der durchgängig für studentische Initiativen zur Verfügung steht. Ein solcher Raum müsste
aber für Plenumsdiskussionen geeignet sein und daher mehr Platz bieten als der vorgeschlagene
Raum. Wir geben zu bedenken, dass an unseren Plena bisweilen mehrere hundert Personen teilneh-
men. Wenn nun aber diese Kampagne allein auf der logistischen Ebene verhandelt wird, droht ihr
politischer Gehalt marginalisiert zu werden. Daher muss zuerst eine politische und inhaltliche Zu-
sammenarbeit im obigen Sinne diskutiert werden, bevor wir auf Raumangebote eingehen können.
Wir freuen uns auf eine fruchtbare Weiterführung der Diskussionen.
Freundliche Grüsse
Unsereuni

