Nun also doch Studiengebührenerhöhung?
Bekanntmachung zu den Veranstaltungen
Alle für den HIM Pavillon angesagten Veranstaltungen und Sitzungen finden bis auf Weiteres und falls nicht anders angegeben in der OASE, im Hauptgebäude, KO2 G289, statt.
Demo um die Rektorenkonferenz in Bern - die Rektoren manövrieren sich in die Ecke!
Medienmitteilung vom 21. Januar 2010
Liebe Medienschaffende,
Heute Morgen hat die Universitätsleitung den HIM-Pavillon, den selbstorganisierten Treffpunkt der studentischen Bewegung, unangekündigt gesperrt. Die mediale Aufmerksamkeit, der breite öffentliche Zuspruch, die Unterstützung von Studierenden und Dozierenden, die europaweite Vernetzung unserer Bewegung – all dies liess die Universitätsleitung unbeeindruckt. Mit ihrem harschen Vorgehen signalisiert sie nicht nur Skrupellosigkeit und völlige Gleichgültigkeit gegenüber den studentischen Anliegen, sondern auch den kompletten Unwillen, ernsthaft etwas gegen die bildungspolitische Misere zu unternehmen, die in den letzten Monaten nicht nur von den Studierenden beklagt, sondern auch in einer lang anhaltenden öffentlichen Debatte immer wieder angeprangert wurde.
Die Schliessung des Pavillons erfolgte völlig unvermittelt; die Verhandlungen über die Raumfrage waren erst am Anfang. Die Behauptung, der Zweck der Nutzung des Pavillons sei mit der Fertigstellung des Forderungskatalogs erfüllt, entspricht in keiner Weise den getroffenen Abmachungen: Der Raum wurde uns unter der Auflage zur Verfügung gestellt, dass wir ihn auch nutzen für unsere politische Arbeit. Und diese Arbeit war mit der Überreichung des Forderungskatalogs keineswegs zu Ende, wir organisierten Workshops, Referate, Lesezirkel und vieles andere mehr. Es war überdeutlich, dass der Pavillon für unsere breit abgestützte Bewegung dringend benötigt wird, und ausserdem auch für die Univerwaltung eine unkomplizierte Lösung darstellt, mit der sich unnötige Konfrontationen vermeiden lassen.
Während in ganz Europa die Studierendenbewegungen mit harter Repression zerschlagen werden, fahren die universitären Verwaltungen ungerührt in ihrer politischen Agenda fort: Just heute Donnerstag bringt sich Rektor Andreas Fischer an der Schweizerischen Rektorenkonferenz ein. Die Tagesordnung dieser Sitzung ist streng geheim. Doch worum es gehen wird, ist ohnehin klar: Die Hochschulen werden weiter auf eine besinnungslose "Wettbewerbsfähigkeit" getrimmt, die schikanöse Bolognareform wird, ungeachtet aller erbitterten Proteste, weiter durchgepeitscht.
Wir sind enttäuscht darüber, wie die universitären EntscheidungsträgerInnen die Studierendenproteste in ganz Europa schlicht ignorieren oder mit unverbindlichen Zusagen abspeisen, um dann mit dem neoliberalen Umbau der Hochschulen wie geplant fortzufahren.
Unsereuni

