Medienmitteilungen: Medienmitteilung vom 16.12.09 zum Kantonsratentscheid bezüglich der Studiengebühren

Eingereicht von admin am 16. Dez 2009 - 20:10 Uhr

Die Studiengebühren an der Uni Zürich werden nicht verdoppelt. Gleichzeitig werden aber die Studiengebühren an den Fachhochschulen erhöht, FachhochschülerInnen werden somit finanziell diskriminiert. Will der Kantonsrat Unistudierende gegen FachhochschülerInnen ausspielen?

Wir verstehen nicht, weshalb die Argumente, die den Kantonsrat zur Nichterhöhung der Studiengebühren erwog, nicht auch für FachhochschülerInnen gelten sollen. Auch hier ist ein freier Zugang zur Bildung unabhängig vom Portemonnaie wichtig. Auch hier ist eine soziale Selektion ungerechtfertigt. Auch hier werden die Studierenden in andere Kantone abwandern, da die Studiengebührenerhöhung in einem fragwürdigen Alleingang des Kantons Zürich geschieht. Dies ist besonders heikel, da der Kanton Zürich Entschädigungen für in andere Kantone abwandernde Studierende zahlen muss. Somit wird die ursprüngliche Absicht - zu sparen - ad absurdum geführt. Der Rektor der PHZ, Walter Bircher, rechnet (Tages-Anzeiger-Interview 27.11.2009) vor, dass die PHZ mit jedem Studierenden der nicht mehr an der PHZ studieren wird, 25'000 Franken an Bundesgeldern pro Jahr verliert.

Die Haltung von der CVP und den Grünliberalen, welche für eine Verdoppelung der Gebühren an den Fachhochschulen gestimmt haben, ist absolut unverständlich.

Der oft propagierte Wille der Bürgerlichen, die LehrabgängerInnen zu unterstützen und sie in ihren Möglichkeiten im Vergleich zu den MaturandInnen zu stärken, ist somit grundsätzlich anzuzweifeln. Dies ist ein direkter Angriff auf das duale Bildungssystem.

Der eingeschlagene Weg von unsereuni erweist sich als richtig

Der bisherige Kampf in verschiedenen Formen erweist sich als richtig, da wir von unsereuni genügend Druck aufgebaut haben um diesen einen Teil unserer Forderungen, die Studiengebühren respektive deren Erhöhung im Besonderen zu bekämpfen.
Gemeinsam mit allen Lehrlingen, Fachhoch-, Berufs-, Kantons- und GewerbsschülerInnen kämpfen wir für einen garantierten gleichberechtigten Zugang aller sozialen Schichten zur individuell angestrebten Bildung. Wir werden diesen Kampf weiterhin auf einer breiten Ebene führen und unseren Forderungen Nachdruck verleihen.

  • Gegen die Ökonomisierung der Bildung und die Privatisierung der Universitäten.
  • Mehr Geld für Bildung. Gegen den Kahlschlag im Bildungswesen.
  • Bildung für alle! Gegen die soziale Selektion beim Zugang zur Bildung.
  • Für ein selbstbestimmtes und interessengeleitetes Studium
  • Für echte Selbstbestimmung und demokratische Strukturen an den Hochschulen.
  • Gute Arbeitsbedingungen für alle, die an der Universität arbeiten.

Die ausgeführten Forderungen sind auf unserer Homepage www.unserunizh.ch [1] ersichtlich.

Unsereuni, VertreterInnen der ZHaW, VertreterInnen der ZHdK

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